Eindrücke meiner frühen Reisen Teil 2 - Lanzarote, Tunesien, Malta, La Palma

1999 04 Im Tal der 1000 Palmen a hübsch

                                                                                                                                        Kanaren/Lanzarote, im "Tal der 1000 Palmen" in Haria
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Categorie: Reisen/Fotoberichte

Reise - Eindrücke Teil 2: Lanzarote, Tunesien, Malta, La Palma

1. Kanaren/ Lanzarote:

1999 04 Im Tal der 1000 Palmen b in Haria                                                                                                                                           Haria im "Tal der 1000 Palmen"

Als ich das erste mal Lanzarote besuchte, dachte ich noch:
"Ach Du meine Güte, alles so schwarz, wo bin ich denn hier gelandet?"
Es stellte sich aber schnell heraus, dass diese schwarze Lava-Landschaft etwas Faszinierendes an sich hatte!

 1999 04 Kakteengarten
Beinahe ALLES wirkte hübsch im Kontrast zur Farbe der schwarzen Lava:
hier ein Kakteengarten
, unten die Weinfelder von La Geria

 1999 04 Lanzarote La Geria a

Ja, der schwarze Lavaboden ist ein fruchtbares Weinanbaugebiet - der "Malvasier" schmeckt vorzüglich!

1999 04 Lanzarote schwarze Strände A

Schwarze Strände muss man mögen - WENN man sie mag, ist es für immer!
Sie sind nicht unbedingt überall zum Baden geeignet, aber es finden sich
an manchen Stellen zwischen den Lavasteinen
auch grüne Halbedelsteine - die Olivine, die Kinder suchten sie begeistert...

 1999 04 Lanzarote schwarze Strände

Je nach Wetterlage und Lichteinfall schimmern die Steine schwarz, braun, gelbbraun...
Mich faszinierte dieses Licht-und Schattenspiel, und ich habe Stunden mit Fotografieren bzw. Schreiben von Reiseerzählungen zugebracht
...

1999 04 Lanzarote Bucht von Famara 1

Einsam und "schaurig" schön - die Bucht von Famara im Norden Lanzarotes - ein stürmischer Ort & ein Paradies für Windsurfer,
für mich ein Super-Fotoplatz, denn die Passatwolken sind dort "zum Greifen nah"...

1999 04 Lanzarote Bucht von Famara 2

Ein Highlight auf Lanzarote und ein absolutes MUSS für einen" Fan von Vulkanen & schwarzer Lava"
ist der Besuch des Nationalparks:  "Die Feuerberge"

1999 04 Lanzarote in den Feuerbergen a

Mit dem Auto ist es nicht erlaubt, zu Fuß zu anstrengend - darum empfiehlt sich ein Ritt mit dem Dromedar....bis zu einem Aussichtspunkt....

1999 04 Lanzarote in den Feuerbergen b mit Dromedaren A

1999 04 Lanzarote in den Feuerbergen Lichtspiele
Von dort folgte später eine Bustour durch den Park.
Es ist zu gefährlich, selbst zu fahren - aber auch vom Bus aus boten sich spektakuläre Ausblicke!

Hier ein Rundblick im Abendlicht - ich fühlte förmlich, warum es FEUERBERGE heißt!

1999 04 Lanzarote in den Feuerbergen BLUB a

Unsere Reiseleiterin erzählte "nette Geschichten" über die Vulkanausbrüche und machte es auch für die Kinder anschaulich:
"....es war wie ein großer Pudding, der noch auf dem Feuer kocht
.... BLUB, BLUB, BLUB.....!
Ja, wir konnten es uns gut vorstellen!!

1999 04 Lanzarote El Golfo Halbkrater kompri

Ein anderer sehr heißer Ort auf Lanzarote ist "El Golfo" - ein Halbkrater mitten im schwarzen Lavagebiet,
der durch die Grünfärbung des Wassers auffällt - für viele Menschen ein "magischer" Ort.
Rechts im Bild sieht man das blaue Meer und die Schaumkronen, links den "vollgelaufenen" halben Krater, dessen Wasser von Algen verfärbt ist.
Im Sonnenlicht wirklich ein bezaubernder Platz!

Ja, es gibt noch sehr viele wunderschöne Fleckchen auf Lanzarote - von tiefschwarzer Lava bis zu Palamenhainen in Haria, von einsamen Drachenbäumen bis zu Höhlen und sogar Wohnhäusern innnerhalb des Lavagebietes wie jenes des bekannten Lanzaroter Künstlers Cesar Manrique (verst.in den 70er Jahren).

1999 04 lanzorote Manrique

1999 04 Lnazarote Manriques Haus Wonnzimmer

1999 04 Lanzarote Wohnhaus von C. manrique

Leben IN und MIT der Lava - wirklich eine einmalige Erfahrung!!

Meine Kameraausrüstung war in meinen frühen Reisejahren noch  nicht so gut - ich hoffe aber, Sie haben trotzdem Anregungen für einen Aufenthalt erhalten.
Update Juli 2016:
Obwohl momentan die Buchungen auf den Kanaren zugenommen haben (die Reiseziele sich praktisch "verschoben" haben von der Türkei sowie von Tunesien & Ägypten in Richtung der Kanaren) trifft das nicht unbedingt auf Lanzarote zu.
Flüge werden nach wie vor angeboten, aber das "Premium-Segment" der Hotels wurde eingeschränkt (5* reduziert, einige 4* Häuser Vorort anwesend, sonst Appartements). Es gibt nach wie vor Besucher auf Lanzarote, die meisten "Zuwächse" haben aber die großen Inseln Gran Canaria & Teneriffa.
Ich finde das schade, denn nirgendwo sonst auf den Kanaren kommt man so dicht mit der tiefschwarzen Lava in Berührung wie auf Lanzarote!
Es ist allerdings etwas für "Liebhaber" : wilde einsame Strände, sehr windig, rabenschwarze Lava, nicht so grün wie die anderen Inseln, dafür "ursprünglich & einzigartig" was das "Erleben" der Lava betrifft.....Lavahöhlen, kilometerlange Lavaflüsse, erste grüne Pflänzchen auf der schwarzen Lava - ein toller Kontrast....
Also - wer mal abseits der großen Touristenpfade Erholung sucht, der ist auf Lanzarote gerade richtig....

 2. Tunesien: Tunis und Sidi Bou Said

 2001 08 Blick über Altstadt von Tunis 1
Blick über die Altstadt von Tunis mit der Großen Moschee
2001 08 Ausflug nach Tunis Große Moschee
Wir haben das "Wirrwarr" der Altstadt besucht
und später auch die Große Moschee -
verständlicherweise habe ich keine weiteren Fotos gemacht....
Aber es war unheimlich fazinierend....

2001 08 Karthago 1

Später besuchten wir die Ruinen von Karthago.
Oberhalb ist nicht mehr sehr viel zu sehen, aber unterirdisch findet man noch riesige Bäder bzw. Bade-Anlagen der Römer,
wie sie übrigens im gesamten Mittelmeerraum immer mal wieder bei Ausgrabungen gefunden wurden...
Die Bade-Kultur der Römer ist legendär. (Unten: Ruinen der Antonius-Therme)

2001 08 Karthago 2 Ruinen der Antoniustherme

Auch im Bardo-Museum in Tunis findet man viele Mosaike aus der Römerzeit:
Die Bäder wurden von den Römern kunstvoll mit Hunderten Mosaiken verziert.
Viele davon sind - zwar beschädigt oder nur teilweise restauriert - aber doch erhalten geblieben.

2001 08 Tunis Bardomuseum Odysseus

Hier: Mosaike im Bardo-Museum, Beispiel "Die Irrfahrten des Odysseus"

2001 08 Tunis Bardomuseum Deckenkuppel

Deckenkuppel und Halle im Bardo-Museum

2001 08 Tunis Bardomuseum Innenraum

Die Rückfahrt verlief durch das "neue" Karthago - ein Villenstadtteil von Tunis, hübsch angelegt mit blühenden Gärten
(wie überall auf der Welt: wer genug Geld hat, kann auch das Wasser für die Pflanzen bezahlen....)


2001 08 Tunis neues Karthago
Ein hübscher Ort in der Nähe von Tunis - Sitz vieler Künstler, da sehr inspirierend....: Sidi Bou Said - ja, das fanden wir auch....
...nett anzusehen mit den weiß-blauen Häusern....

2001 08 Sidi Bou Said 1

2001 08 Sidi Bou Said 1a netter Ausblick

Das Café "Odysseus"

2001 08 Sidi Bou Said 2 Cafe Odysseus

2001 08 Sidi Bou Said 3

Überall ergaben sich hübsche Ausblicke, und Maler stellten ihre Werke aus - ein echter Künstlerort...
Auch wenn es für unserern Geschmack "zu" touristisch war, gab es für mich doch nette Fotomotive...

 2001 08 Sidi Bou Said 4 wunderschöne Kulisse 1

Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang nahmen wir noch das Frühstück auf unserer Terrasse ein und traten dann von Hammamet aus die Heimreise an.

2001 08 Hammamet Sonnenaufgang am letzten Morgen 1

                                                        Hammamet, Blick vom "RIU Oceana" Richtung Altstadt von Hammamet
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3. Malta und Gozo

2001 10 Maltas Gassen

Malta und die Nachbarinsel Gozo
sind zwei kleine Inseln im Mittelmeer.
Wir hatten uns für GOZO entschieden, was nach der Ankunft am Flughafen eine Autofahrt über die Insel Malta und eine Schiffsanreise
von Malta nach Gozo mit sich brachte.
Wenn man durch die Gassen schlendert, hat man das Gefühl, irgendwo im "Mittelalter" zu sein - natürlich nur rein optisch betrachtet. Aber das Leben dort ist noch "sehr gemütlich".
Es fahren auch noch alte Omnibusse aus den 50er Jahren - die Zeit scheint still zu stehen....
Außerhalb der Städtchen ist es trocken und staubig, das Wasser sehr knapp und kostbar.

2001 10 Gozo St. Lawrenz

Für einen Wellnessurlaub - wie wir ihn dort im "St. Lawrenz- Hotel" auf Gozo  gemacht haben - ist die Gegend gut geeignet,
denn es gibt die "absolute Ruhe"...
Auch geschichtlich sind die (beiden) Inseln interessant sowie für Sprachkurse in Englisch zu empfehlen.
Der Wander-und Naturliebhaber wird Gozo eher karg empfinden, denn es gibt weite Felslandschaften, nur ab und zu durch Schluchten unterbrochen - für uns zum Wandern waren sie teilweise unüberwindlich...
Sonnenanbeter fühlen sich sicher wohl, allerdings ist es sehr heiß, und es gibt kaum Schatten.
Die Menschen sprechen alle sehr gut Englisch und sind überaus gastfreundlich.

2001 10 Gozo Das blaue Fenster1 a

Insel Gozo: "Das blaue Fenster" - ein Durchblick/ eine Öffnung,
die das Meer/Wind & Sonne über die Jahrtausende im Sandstein "geschaffen" haben


2001 10 Sonnenuntergang Dwera Malta

Die Sonnenuntergänge in Dwera/Gozo sind wirklich spektakulär....

2001 10 Sonnenuntergang in Dwejra 2

 ....und waren Garant für`s "Abschalten" sowie eine gute Erholung....
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 4. La Palma - Calderawanderung & Vulkanbesteigung

La Palma ist meine Lieblingsinsel der Kanaren, und demzufolge war ich schon mehrfach dort.
Das Klima ist ganz mild und durch die Passatwinde, die viele Wolken mitbringen, regenet es relativ oft, was der Insel den Namen "Grüne Insel" eingebracht hat.
La Palma - die grüne Insel und ein Natur-und Wanderparadies!
Das Spektakulärste, was La Palma zu bieten hat, ist die Caldera - ein Riesenkrater von 20 km (!) Durchmesser, in dem man wunderbar wandern kann.

2002 04  Blick in die Caldera rechts die Pasatwolken über der Cumbre

Links: Blick zur Caldera, rechts die Passatwolken über der Cumbre (einem Gebirgszug)
(richtig "hineinschauen" in die Caldera - vom höchsten Gipfel aus, dem Roche de Los Muchachos in über 2.400 Metern - konnte ich bisher nicht, da der Berg sowie der Talkessel immer wolkenverhangen war...;-((

2002  04 Wanderung in der Caldera

Es ergeben sich überall wundervolle Ausblicke - an Höhenangst sollte man allerdings nicht leiden!

2002 04 Aufstieg nach El Tablado 1

Hier ein Aufstieg aus einer Schlucht  - hoch hinauf auf den Berg bis zum kleinen Örtchen El Tablado im Norden der Insel.
( Sie sehen den Zichzack-Weg am Berg!)
Hätten meine Kinder mir vorher gesagt, dass ich DA OBEN hinauf muss, wäre ich sicher nicht mitgelaufen - so aber war ich DABEI ...
...und es war eine ganz UNGLAUBLICHE ERFAHRUNG!!
Ich fühlte mich super - und nach nur 1 Tag Pause (!) machten wir schon die nächste große Wanderung - eine Vulkanbesteigung!

2003 04  El Drago am Morg

Direkt nach dem Sonnenaufgang ging es los.
Wir fuhren zur Westseite der Insel und wanderten von dort gen Süden....
Die große Vulkanroute ist ca. 20 km lang und endet mit dem Vulkangebiet des "Teneguia"

2002 04 Vulkanroute 20km auf dem Hojo Negro


Die südlichste Spitze von La Palma wird durch den "neuen" Vulkan Teneguia gebildet, der erst Anfang der 1970er Jahre ausgebrochen ist

2003 04 Ausflug zum Teneguia DA sollen wir hoch

Hier ein Foto zum Vergleich der "Größenordnung" ... sowie zur Vorstellung über die Entfernungen, die man nicht nur auf der
Wanderung sondern auch bei der Besteigung einzelner Vulkane zurücklegt ;-))

2003 04 am Teneguia

2003 04 Ausflug Teneguia Martins wagts allein

Das Lavagebiet ist ein fruchtbarer Boden - überall finden sich in kurzer Zeit schon kleine Pflänzchen...

2003 04 Ausflug Teneguia Fruchtbares Lavagebiet

"Später" sieht man nur noch die üppige Natur - so wie hier auf der Ostseite der Insel

2003 04 La Palma

 

2003 04 La Palma natur

Wir bevorzugen die Ostseite der Insel zum Wohnen, da es so wunderschön grün ist...
...und weil uns diese Ausblicke von oben auf die Bucht mit der Hauptstadt Santa Cruz besonders gefallen...
Vom Parador de La Palma hat man einen Superblick über die gesamte Bucht

 2003 04 La Palma Parador Blick auf Santa Cruz

Innenhof des Parador de La Palma

2003 04 La Palma Parador Innenhof

Von dort oben wandert es sich einfach genial in Richtung Küste "nach unten"...
Es ist ganz anders als im "reinen" Vulkangebiet, dafür aber wunderschön grün und idyllisch anzusehen.
Man trifft unterwegs nicht oft Jemanden, aber wenn, sind die Palmeros zwar zurückhaltend aber freundlich.

2003 04 La Palma Lieblingspfad zwischen Cancajos und Brenja Baja

Unten am Meer - im Örtchen Los Concajos - kann man dann hautnah erfahren, wie die Lava vor zig Jahren ins Meer geflossen ist bzw. wie sie durch Vulkanausbrüche die Insel formte.

Ich finde diesen Anblick von schwarzer Lava, blauem Meer und weißer zischender Gischt immer wieder faszinierend!

2003 04 Los Cancajos a
                                                                 Blick von Los Cancajos über die Bucht zur Hauptstadt Santa Cruz de La Palma


Wirklich ein guter Grund, um noch öfter La Palma zu besuchen!

 

***********Angelika Seel Copyright, Venlo 03.06.2015**********

                                       - Teil 3 folgt, Angelika 07.07.2016 -